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Martin Herrmann
"Nur die Liebe quält"



Was sind das für Themen, die jeden interessieren: 
Essen? Atmen? Das was reingeht, das was rausgeht? 
Das Eine? Oder doch das Andere? Herrmann leidet an Kabarettangst.
Herrmanns Therapeut sagt, das Thema sei "die Schegschualität" und schickt ihn auf die Bühne. Ergebnis: Schon im ersten Lied geht es nicht nur um „Das Eine“, sondern auch um "Der Eine" und "Die Eine"! "Nur die Liebe quält!": Eine Nabelschau mit Hang zu sanft-morbider Boshaftigkeit. 
Der Abgefeimteste seiner Zunft unterhält treffsicher 
mit einer ausgebufften Masche: Herrmann weiß, was Frauen wünschen ! Selbst wenn die das selber noch gar nicht wissen.
Herrmann - ein Mann wie ein Bild und immer auf der Suche. Nach dem richtigen Tonfall, nach dem Kick, nach dem Eros des Endreims. Sanft, hinterfotzig – aber ohne Zotenquote. Die hat er nicht nötig.
Messerscharf platziert er seine leisen Giftpfeile, ob tagespolitische oder philosophische Betrachtungen: Herrmann geht unter die Haut - auch wenn C-Dur als Tonart langsam zu jugendlich für ihn wird. 
Aber jung sein kann jeder. Wichtig ist, kompetent zu altern. Viele Menschen wollen miteinander alt werden. Aber keiner will, dass ihm der andere dabei zuschaut.
Brauchen Frauen deshalb morgens so lange im Bad? Um in Ruhe ein, zwei Stunden vor sich hin zu altern?  Typische Angst der Einsamen: im Alter vom Fensterbrett zu kippen und als Mumie von fremden Leuten gefunden zu werden.
Herrmann erkennt den neuen Trend: Singleflucht! Folge: Familiengründungen auf den letzten Drücker! Da kippt man im Alter ebenso vom Fensterbrett und wird als Mumie gefunden - aber wenigstens von den eigenen Kindern.
Nur die Liebe quält!
Elternliebe, Kinderliebe, Tierliebe  – alles kann wehtun.
Nur der Egozentriker kennt die wahre Liebe, 
aber leider auch den grimmigsten Nebenbuhler: sich selber.