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Jörg Kräuter
"Gmütlich"



Eine satirische Kissenschlacht

Tief im Süden - von den karstigen Wachholdersteppen im Osten, wo die schlitzohrigen Öttinger Filderkraut kauend ihr Dasein fristen, bis hinüber zu den schwarzen Wäldern im Westen, wo von zwergenhaftem Wuchs gezeichnete Badener Beeren und Pilze suchend durchs Unterholz streifen - liegt das idyllische Fleckchen Baden-Württemberg. Dort streiten selbstherrliche Klanchefs um aphrodisische Tobinambur-Knollen und muselmanische Mehl-Mullahs mit harzigen Hotzenwäldern, ob der Kalbsbraten horizontal oder vertikal zu schmoren sei.

Dort unten, wo separatistische Badener nicht davor zurückschrecken, verirrte schwäbische Mountainbiker an Erntedank zu Schlachtplatten zu verwursteln, soll nun nach Jahren der Zwietracht der Versuch einer Annäherung unternommen werden. In geblümten Wohnlandschaften, karierten Zunftstuben und plüschigen Einfamilien-Kartonagen soll die regenerative Kraft des „schwäbisch-alemannischen Nachmittags-Schlafes“ genutzt werden, um aus den Tiefen des Ohrensessels heraus eine „gmütliche“ Koexistenz zu verwirklichen. Was in über 50 Jahren Baden-Württemberg nicht gelang, soll nun in 90 Minuten Kabarett nachgeholt werden: die „Gmütlichkeit“ als tragende Säule in die Landesverfassung aufzunehmen.

Jedoch ziehen dunkle Wolken über den Süden. Es gibt eine katholische „Gmütlichkeit“, eine evangelische, eine sozialdemokratische, eine arbeitgeberfreundliche, eine virtuelle, eine alternative, eine moslemische, eine…

Plötzlich wird es „ungmütlich“. 
Eine satirische Kissenschlacht beginnt.