Jörg Kräuter 

"Wortakrobadisch" 
Neues vom König von Baden

Was für ein Land!
Zwischen lieblichen Mulden und schrundigen Schluchten, holzreichen Höhen und sumpfigen Senken lebt das lustige Volk der Badener. Reblausige Rotbacken und satt bebeutelte Schwatzwälder beackern überhängende Rebflanken und baarbusige Hochwiesen, während in den auwaldigen Tiefen emsige Blaumänner und kittelschürzige Akkordschrauberinnen ihr Tagwerk verrichten. Hier ist der Leib noch eigen, die Mütze bebommelt und die Kirschtorte heilig. Hier werden aus Singvögeln Uhren hergestellt, aus Zwetschgen Wasser und aus Tannenzapfen Bier.

Hier ruft der Kuckuck zum Gebet und hier erschuf mit unbändiger Kraft der liebe Gott die Winzergenossenschaft. Zwischen Lörrach und Bretten, für jeden Badener zwei Suchtklinikbetten. Weinköniginnen und Spargelhoheiten geben der Region den feudalen Glanz den sie verdient. Hülle und Fülle und reichhaltig Gülle.

Nur einen König hat das reiche Baden nicht und hatte es in seiner langen und glorreichen Geschichte nie. Doch das soll sich ändern…

Jörg Kräuter zeigt in seiner Kabarettreihe „Der König von Baden“ seinen siebten Streich.

Schön dass es ihm wiederum nicht gelingt, Fantasie und Realität auseinander zu halten. Wieder ein echter Kräuter, wieder ein großes Badenwerk und wieder der Versuch den regionalen Wortschatz zu heben. Ein kabarettistisches Roadmovie mit dem Sound stampfender Mähdrescher und dem Wehklagen brünftiger Platzhirsche. Dazu handgeschabte Stubenmusik, badischer Goschbl und berauschende Ohrwürmer.

Eben „wortakrobadisch/psychobadisch/symbadisch“