Seit den 1950er Jahren ist
Kabarett untrennbar mit dem Namen Georg Kreisler verbunden. Ob
politisch, gesellschaftskritisch oder einfach nur geblödelt, immer
haben die Lieder des aus Wien stammenden Kabarettisten einen Charme, der
besticht. So ist es nicht verwunderlich, dass der Name Kreisler auch
heute noch ein breites Publikum in die Säle zieht.
Vielen bekannt sind Georg Kreislers makabere Chansons, wie das
"Tauben vergiften im Park", der "Opernboogie" und
nicht zuletzt "Bidla buh", jenes Lied über Liebe und
Leidenschaft – Chansons, die Geschichte machten und die wegen ihres
schwarzen Humors von ihm "Everblacks" getauft wurden.
Allerdings hat sich Kreisler mittlerer weile vom Musikkabarett zurückgezogen
- für die Liebhaber seiner Lieder eine traurige Tatsache -
Doch des gibt Konstantin Schmidt. Der Karlsruher widmet sich mit Hingabe
dem schwarzen Humor à la Kreisler und interpretiert ihn in seinen
Programmen unter dem Motto "Schwärzer die Lieder nie klingen"
perfekt ohne ihn zu kopieren. In einem weißen Frack, mit Zylinder,
Fliege und roter Bauchbinde betritt er die Bühne als Traum aller
Schwiegermütter. Doch kaum sitzt er am Klavier,
lässt seine Hände über die Tasten gleiten und beginnt zu singen, ändert
sich das Bild. Zu fröhlichen Melodien verspricht sein Gesicht nur
Gutes, doch sein Mund erzählt die unglaublichsten Dinge und gibt den
Blick in eine schwarze Seele frei. Lässig-locker fesselt er sein
Publikum mit einer Mimik und einem Wiener Schmäh, der dem Original in
nichts nachsteht.
Schmidt erzählt auf witzige, melancholische, kluge, besserwisserische,
kurz unheimlich vielseitige Weise, teils Kreisler’sche, teils eigene
Geschichten und wickelt, wie Kreisler, sein Publikum um den kleinen
Finger und zieht es ganz in seinen Bann.
"Ausdrucksstark und mit viel jugendlichem
Elan präsentiert Schmidt den schwarzen Humor einer
Kabarettlegende."
Badische Zeitung, Freiburg
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